Angelreisen | Fliegenfischen |  Ökologie | Kochen 


Winteräschen ...
und mehr.



Komm, laß den Griffel fallen, wir gehen fischen", tönte Stephan aus dem Telefon. - Jetzt, bei dem Wetter? - Wohin?", hielt ich dagegen, denn draußen schneite es. Aber mit dem magischen Zauberwort überzeugte er mich sofort: Auf Winteräschen", sagte Stephan und brachte damit meinen Puls in die Höhe. "Komm, laß den Griffel fallen, wir gehen fischen", tönte Stephan aus dem Telefon. - "Jetzt, bei dem Wetter? - Wohin?", hielt ich dagegen, denn draußen schneite es. Aber mit dem magischen Zauberwort überzeugte er mich sofort: 1.) Auf Winteräschen", sagte Stephan und brachte damit meinen Puls in die Höhe. Mit der Fliegenrute im Schnee, das war schon eit langem mein Traum. - Für mich war er bislang unerfüllt geblieben, weil all die Vereinsgewässer im Nordschwarzwald wegen der Forellenbestände ab 1. Oktober geschlossen werden. Stephan hatte aber von einem Freund die Erlaubnis zum Fischen in dessen Privatwasser bekommen. "Catch and release" war die Bedingung des beneidenswerten Pächters und für uns "selbstverständlich kein Problem". Um Fische zu releasen müssen sie sich allerdings erst einmal catchen lassen und das war an dem trüb-kalten Dezembertag so einfach nicht. Es hatte bis in den Vormittag hinein geschneit und von einem Insektenschlupf war weit und breit nichts zu sehen. Die sonst so erfolgreichen Trockenmuster - von den Bürzlern über Aufsteiger bis hin zu 20er Adams und noch kleineren schwarzen Diphteren versagten durch die Bank. Zur schweren Nymphe greifen wollten wir noch nicht, deshalb war guter Rat teuer. "Irgendwas Dunkles, das im Film liegt", sagte ich zu Stephan und der nestelte daraufhin aus seiner Fliegenweste eine Filmdose und schütte deren Inhalt in meine Hand: 2.) Mit einer seltsam schwarzen Weichhechel gebundene, schwanzlose Fliegen, deren Körper aus dem enthaarten Kiel einer Pfauenfederfiber gebunden war. "Ich habe die von meinem bosnischen Freund Mito. Er sagt, daß eine nasse Trockenfliege, immer gut geht, wenn nichts steigt. Mito nennt sie die ´Schwarze Rache`", sagte Stephan. Und auf meinen fragenden Blick kam mit Triumph in der Stimme die Erklärung: "Sie sind aus Kormoranfedern gebunden!" Die Muster am 14er Haken fischten wir ganz zart gefettet im Film oder knapp unter der Oberfläche und brachten damit die Äschen zu bedenkenlosen Attacken. Aber nicht nur schöne Fahnenträgerinnen konnten wir nach schönen Drills an den 3er und 4er Ruten zurücksetzen. Als Stephan seien Fliege am Auslauf eines Gumpens vorbeidriften ließ, löste sich ein dunkler Schatten am Grund des kristallklaren Wassers und durchbrach nach dem Anhieb die Wasseroberfläche, eine Regenbogenforelle von über 5 Pfund hatte der "Schwarzen Rache" nicht widerstehen können. Als ich den Tag dann noch mit einer starken Bachforelle von knapp 50 cm abschloß, meinte Stephan trocken: "Mito macht auch Kormoran-Streamer. Die testen wird dann im Frühjahr, aber an unserem Vereinswasser!".



Weitere interessante Links: