Angelreisen | Fliegenfischen |  Ökologie | Kochen 

Fischsalat a la Ohrid

Von M. Roeber

Der Ohridsee in Makedonien ist ein Paradies für Angler, die das Besondere schätzen. Wie etwa den Salat aus endemischen Forellen und Paprika. - Derzeit, wird sich kaum ein Westeuropäer in diese Region zum Urlauben wagen. Aber die Zeiten werden sich ändern... Aale gibt es dort, die - wie es sich gehört - durch unübersichtliche albanische Gebirgsbäche in den landschaftlich überwältigend gelegenen See gelangt sind und Ohrid-Forellen. Sie sind endemisch - also auf den See beschränkt. Angeblich soll es Ohrid-Forellen noch im Baikal-See geben. (Wer kennt sich aus? Wer kann mailen, um was für eine Art es sich handelt?)

Dort im Wirtshaus am See, noch zu Tito´s Zeiten, die heute geradezu idyllisch anmuten, aß ich einmal „Pastrva à la Ohrid“. Und aus dieser Pastrva (heißt: Forelle) macht man dort auch einen interessanten Salat. Im Selbstversuch getestet. Auch heimische Forellen, Lachs oder Meerforellen eignen sich dazu. Hauptsache das Fleisch ist, fest, rosarot und fett.

Der Fisch wird gegart. Dazu wird er leicht mit Olivenöl begossen und einfach in die Backröhre geschoben, bei ca. 200 Grad. Nach etwa 20-30 Minuten heißt es: „Schau mir in die Augen Kleines“. Sind die Fischaugen weiß durchgestockt, dann ist das Fleisch fertig. Man stellt es kühl. - Inzwischen wird die selbe Menge Paprikaschoten, in etwa ein Zentimeter breite Streifen geschnitten, in Wasser gegart. Haben sie noch etwas Biss, sind aber trotzdem schon weich, dann sind sie gerade richtig.
Den Fisch, in grobe Brocken zerpflückt, und die gegarten Paprikastreifen gibt man in eine flache Schüssel und übergießt das ganze mit Dressing - bitte reichlich!

Und so stellt man die Salatsoße her: Olivenöl, ein Klecks Senf, eine Messerspitze Puderzucker, eine ordentliche Prise Salz, frisch gemahlener Pfeffer, Weißweinessig. Das wird in ein Glas mit Schraubverschluss gefüllt und ordentlich durchgeschüttelt. - Fertig!


Weitere interessante Links: