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Tod tropischer Korallen nicht mehr aufzuhalten

"Bremsweg" von 50 Jahren ist bereits zu kurz.

Die Korallenriffe in den Tropen werden in den nächsten 50 Jahren wegen der globalen Klimaerwärmung sterben und nichts kann diesen Prozess aufhalten. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt der Marienbiologe Rupert Ormond von der Universität Glasgow in Schottland. Ormond verwies auf einer Konferenz der British Association for the Advancement of Science darauf, dass die Temperatur der Weltmeere wegen des Treibhauseffekts um ein bis zwei Grad Celcius innerhalb von 100 Jahren zunimmt. Selbst wenn der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid sofort völlig gestoppt werde, würde es 50 Jahre dauern, bis sich dieser Rückgang in der Meerestemperatur bemerkbar macht. Die Korallenbleiche, die den Tod der Korallenpolypen in zu warmen Wasser signalisiere, werde in den kommenden Jahrzehnten deshalb noch zunehmen.

Laut Ormodn bedeutet der Tod der Korallen das Ende unzähliger Fischarten und eines Ökosystems, das so komplex ist wie der Regenwald. Zudem werden mit dem Verschwinden der Korallen auch zahlreichen tropischen Inseln immer mehr von Überschwemmungen bedroht werden. Der Wissenschaftler verwies allerdings auch darauf, dass wegen der globalen Erwärmung des Meerwassers nun korallenbildende Polypen neue Gebiete wie etwa im Mittelmeer oder im Atlantik besiedeln könnten.

Die Ursache des Korallenbleiche ist zunächst der Tod von mikroskopisch kleinen und wärmeempfindlichen Algen, die in Symbiose mit dem Polypen leben. Nach dem Tod der Algen sterben dann die Polypen innerhalb von wenigen Wochen und der Korallenstock bleicht zu einem Gerippe aus Kalkgestein aus.


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